In diesem Artikel geht es um die Neurodiversität am STG. Wahrscheinlich kommt jetzt die Frage auf, was Neurodiversität denn überhaupt ist. Das erkläre ich euch ein mal kurz.
Neurodiversität ist die Idee, dass Unterschiede im Gehirn und in der Art, wie Menschen denken, fühlen und lernen, normal und wertvoll sind. Statt Menschen mit autistischen, ADSH oder anderen neurologischen Unterschieden als „krank“ zu sehen, erkennt die Neurodiversität an, dass diese Unterschiede einfach eine andere Art der Wahrnehmung und des Denkens sind. Es geht also darum, Vielfalt im Gehirn zu akzeptieren und zu schätzen, genau so wie wir unterschiedliche Hautfarben oder Kulturen wertschätzen.

ADS(H) ADS oder ADSH ist eine Neurodiversität, bei der die neuronale Entwicklung und die Informationsverarbeitung im Gehirn beeinträchtigt ist. Jedoch haben beide Neurodiversitäten einen wesentlichen Unterschied. ADS (lang: Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) äußert sich häufig durch starke Ungeduld und Gereiztheit, ungebremsten Redefluss, Unaufmerksamkeit und Impulsivität. In manchen Fällen können weitere Symptome wie verstärkte Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen (oder schwer nachvollziehbarer Begeisterung/Euphorie), Schlafprobleme, Konzetrationsprobleme und Probleme in Beziehungen und/oder Freundschaften oder beim einhalten und nachvollziehen von sozialen Regeln. Die gleichen Symptome treten auch bei Menschen mit ADSH (lang: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) auf. Wie der Name jedoch sagt, kommt noch die Hyperaktivität hinzu. Doch worauf kann man achten um Betroffenen den Alltag leichter zu machen? Es ist wichtig immer, mit Offenheit, Verständnis und Geduld auf Betroffene zu zugehen, außerdem hilft eine klare Kommunikation häufig gut, um Betroffene zu unterstützen. Da die Schule im Alltag auch eine große Rolle spielt, gibt es auch dort Möglichkeiten, den Schulalltag zu verbessern. Wichtig ist es, dass der/die Betroffene immer so viel Raum bekommt, wie gerade benötigt wird. Das kann beispielsweise durch Ruheräume und das Erlauben von Pausen während des Unterrichts oder einer Klausur sein. Das kann einigen Schüler*innen dabei helfen, sich wieder konzentieren zu können. Dazu beitragen kann auch das Austeilen von Arbeitsbogen, auf denen nur die wichtigsten Informationen enthalten sind, oder auch das Bereitstellen von Beruhigungsgegenständen. Oft ist es ebenfalls wichtig, dass das Lernumfeld freundlich und positiv ist und das alles ganz normal damit umgehen können, denn diese Neurodiversitäten sind wie alle anderen völlig normal.
Dyskalkulie Dyskalkulie ist eine spezifische neurodiverse Lernschwierigkeit, die sich auf den Bereich der Mathematik beschränkt. Betroffenen fehlt häufig ein Verständnis für Zahlen, Mengenangaben und geometrische Figuren. Im Gegensatz zu einer allgemeinen Inteligenzminderung weisen Kinder mit Dykalkulie häufig einen hohen IQ auf. Dyskalkulie ist im Gegensatz zu Legasthenie eine sehr unerforschte Neurodiversität. Man vermutet, dass die Entstehungsursache ähnlich wie bei Legasthenie in der Genetik steckt und somit vererbbar ist. Im Kontext Schule kann aber auch vieles getan werden, um Kindern mit Dykalkulie in Form von einem Nachteilsausgleich zu helfen. Z.B. können Kopfrechentests oder auch Hilfsmittel freie Teile in Klassenarbeiten mündlich erbracht werden, sodass das Kind den Rechenweg erläutern kann und die Lehrkraft diesen bewerten oder den Schüler*in auf eventuelle Zahlendreher aufmerksam machen kann, wodurch dann auch ein richtiges Ergebnis rauskommen kann. Auch
sollten Textaufgaben gekürzt oder vorgelesen werden, damit die betroffenen Schüler/in sich auf die wichtigen Zahlen konzentrieren können und nicht auf die Geschichte drumherum. Auch hilft es mehr Zeit in einer Klassenarbeit zu geben, da dies den Stress rausnehmen kann. Außerdem kann es auch hilfreich sein, wenn z. B. betroffene Schülerin ein Perlen
Armband tragen, um mit diesem zu zählen und ein besseres Verständnis für Mengen aufzubauen.
Betroffenen Schülerin und Schülern kann es auch eine Hilfe sein, wenn sie einen sogenannten Lernbudy bekommen, den sie sich auch selber aussuchen. Diese Person sollte leistungsstark in Mathematik sein und der Person mit Dyskalkulie Themen nochmals erklären können, um die Lehrkraft zu entlasten
LRS Legasthenie und LRS sind Formen der Neurodiversität, die den Betroffenen primär beim Lesen und Schreiben beeinträchtigen.
Dies wird durch ein langsames Lesetempo, verlieren der Zeite beim Lesen, Mangel an Betonung und
häufiges Verlesen beim Lesen deutlich.
Beim Scheiben wird es eher durch eine unleserliche Handschrift, eine hohe Fehlerzahl in der
Rechtschreibung und Zeichensetzung und Auslassen und Vertauschen von Buchstaben bemerkbar.
In der Schule führt dies oft zu Schwierigkeiten, da die Zeit, die zum Lesen von Texten gegeben wird,
meisten nicht ausreicht.
Außerdem kann es auch sein, dass Betroffene Probleme haben, die Texte, die sie lesen, zu verstehen,
und ihre Inhalte wiederzugeben.
Das waren nur zwei von vielen möglichen Beispielen, welche Probleme Legastheniker im Schulalltag im
Weg stehen.
Diese Probleme lösen bei vielen Betroffenen Stress aus, durch zum Beispiel lautes Vorlesen innerhalb
der Klasse und das Vorzeigen der eigenen Notizen.
Jedoch gibt es einige Möglichkeiten, diese Nachteile auszugleichen, um es den Schülern mit
Legasthenie oder LRS ein wenig leichter zu machen.
Zum Beispiel hift es extrem, wenn Texte und Aufgabenstellungen vorgelesen werden, anstatt es selber lesen zu müssen.
Zeitverlängerungen bei schriftlichen Leistungsnachweisen helfen in den allermeisten Fällen auch sehr.
Zudem muss man auch noch einmal erwähnen, dass eine Legasthenie/LRS Diagnose besonders von
Lehrkräften immer enstgenommen werden muss.
Es ist nicht optional, sondern in diesem Fall die Pflicht der jeweiligen Lehrkraft
AVWS Auditive Verarbeitungs und Wahrnehmungs Störung (AVWS). Die Auditive Verarbeitungs und Wahrnsmungs Störung (Kurz: AVWS)ist eine Störung die, bei Betroffenen, eine Störung der Verarbeitung und Wahrnehmung von Geräuschen und Sprache im Gehirn her for ruft. Bei der Aussage ist es Wichtig das erwähnt wird das die Störung im Gehirn liegt und nicht, wie viele Menschen denken, im Ohr. Die Betroffenen können Hintergrund-und andere Geräusche nicht so gut voneinander und von vor allem nicht so gut von Stimmen differenzieren.Vor allem in einer Lauten Umgebung wie der Schule fällt die differenzierung von verschiedenen Stimmen, Stimmen und hintergrund Geräuschen und Verschiedenen Hintergrundgeräuschen sehr schwer. Auch Ähnlich klingende Laute wie zum Beispiel „b“ und „p“ können mit dieser Störung nicht so gut auseinander gehalten Werden. Im Schulischen Kontext könnten Schriftliche Erklärungen oder generell Aufschriebe helfen da dabei die fähigkeit Geräusche zu differenzieren nicht gefragt wird. Aus dem Selben grund würde es Helfen wenn in Klassenarbeiten mit
einen Hörverstehen teil den von Der AVWS betroffenen Schülern entweder ein Transkript von dem Hörverstehens teil gegeben wird, oder gar ganz die Hörverstehensaufgabe gestrichen wird.
Außerdem könnte es helfen den Betroffener zu erlauben Noise canceling Kopfhören zu tragen da ich mir vorstellen kann das diese Konstanten eindrücke die man nicht von einander differenzieren kann auch stark verwirren können. Auch in Klassenarbeits Situationen könnten die Kopfhörer helfen zusätzlich
könnte man den Betroffenen auch einen eigenen Raum anbieten wenn Resourcen vorhanden sind. Bei gruppen Arbeiten wird es schon schwieriger da man, wenn das Funktionieren solltes, die Gruppe mit der betroffenen Person in einen Leisen Raum stecken Müsste
Hochbegabt Hochbegabung bezeichnet eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle, kreative oder künstlerische Begabung. Es erfordert einen IQ-Wert von 130 und kann sich zu herausragenden Leistungen entwickeln. Haupt-Symptome: Gutes Gedächtnis, umfangreicher Wortschatz, schnelle Auffassungsgabe von komplexen Zusammenhängen, starker Wissendurst und Neugier, kritiscges Hinterfragen von z.B. Regeln, Neigung zu Einsamkeit, Perfektionismus und hoher Selbstkritik In der Schule gilt man schnell als „Streber“ oder „Besserwisser“ und es kommt schnell zu Unterforderung, die oft zu langweile, Desinteresse und fehlender Motivation führt, weshalb sich trotz Hochbegabung und gegen die Erwartung anderer schlechte Noten entwickeln können. Die Schule kann diese Schwierigkeiten aber mit z.B. Begabtenförderung oder anspruchsvolleren Extraausgaben ausgleichen. Soziale und emotionale Bedürfnisse sollten auch berücksichtigt werden.
ASS Autismus, auch Autismus-Spektrum-Störung (ASS) genannt, ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die die Art und Weise beeinflusst, wie eine Person kommuniziert, soziale Interaktionen erlebt und die Welt um sich herum wahrnimmt. Es ist ein Spektrum, was bedeutet, dass die Ausprägung und die Symptome sehr unterschiedlich sein können. Von leicht bis schwer. Typische Symptome: Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, Eingeschränkte oder repetive Verhaltensweisen, Besonderheiten in der Kommunikation, starkes Interesse an bestimmten Themen oder Objekte und Sensibilitäten gegenüber Reizen Es ist wichtig zu wissen, dass jeder Mensch mit ASS einzigartig ist und die Symptome unterschiedlich ausgeprägt sein können. Mögliche Nachteilsausgleichsmögichkeiten: Verlängerte Bearbeitungszeiten, Individuelle Lernpläne, Ruhe- und Rückzugsräume, Unterstützung durch eine Assistenz, Anpassung der Prüfungsbedingungen, Sensorische Anpassung, klare und vorhersehbare Strukturen und Unterstützung bei der sozialen Integration