Von Gurken und Piratinnen

Immer dieses Gendern. Sie können es aber auch wirklich nicht lassen. Egal, wo man hingeht: Im Restaurant, im Supermarkt, in der Drogerie, ja sogar in der Buchhandlung begegnet es einem! Wenn man mich fragt, dann muss endlich Schluss sein mit diesem Genderwahn! Ja, ein richtiger Wahn ist das mittlerweile! Ständig müssen sie uns darauf hinweisen, dass es Männer UND Frauen gibt! Und eigentlich dachte ich, wir seien schon viel emanzipierter. Überall liest man ja immerhin von diesem modernen Feminismus, Gleichstellungszielen, Schweden hat sogar ein geschlechtsneutrales Pronomen eingeführt, wussten Sie das? Natürlich, wir in Deutschland sind mal wieder spät dran, ist ja eigentlich nichts Neues. Aber müssen es wirklich gleich Gurken für Männer und Gurken für Frauen sein? Ich weiß ja nicht. weiterlesen

Warum verdrängt unsere Gesellschaft den Tod immer mehr?

,,Doch nicht vor den Kindern!“, „Das ist nichts für dich!“

Genau das hört man, wenn vor allem junge Kinder Fragen über den Tod stellen. Die meist älteren Leute haben dann den falschen Gedankengang, dass es die Kinder nur unnötig belastet. Man muss die Dinge ja nicht stark bebildern (d.h. Bilder von Toten, Morden etc. zeigen), aber wenigstens darüber aufklären, dass dieser Teil unseres Lebens existiert – und das nicht erst, wenn es dann den ersten Todesfall in der Familie gibt. weiterlesen

Blumen und Rabatte

Blumen

Blumen und Rabatte

Rabatte

Rabatte und Models

Blumen

Blumen und Models

Blumen und Rabatte und Models und der internationale Frauenkampftag.*

Ob das alles wohl im Sinne von Clara Zetkin, der Initiatorin des Weltfrauentages, gewesen wäre? Es lässt sich nur mutmaßen.

Abgebildet wird in diesem, zugegebenermaßen leicht veränderten, Gedicht aber die Realität des modernen Weltfrauentages. So wurden auch in diesem Jahr, zum Teil schon eine Woche vor dem eigentlichen Tag, vermeintlich „feministische“ Werbungen geschaltet, in denen Size-Zero Models Kleidung präsentieren, die maximal in Größe 40 erhältlich ist, Frauen, die den standardisierten Schönheitsidealen entsprechen, Blumen geschenkt bekommen oder bereits genannte Models für Rabatte auf bereits benannte Kleidungsstücke werben. Wir werden aufgefordert, uns einen schönen „Mädelstag“ zu machen, denn es ist ja schließlich Weltfrauentag. Außerdem sollen wir auch bitteschön dankbar sein und uns freuen, wenn Unternehmen, die die Frauen-und Menschenrechte das ganze Jahr über missachten, uns heute eine Rose schenken wollen. weiterlesen

Problemzonen unserer Gesellschaft

Ich hasse Schwule!

– Symbolzitat

Na, kommt dir das bekannt vor? Schon einmal sowas gehört? Also „sowas“ im Sinne von einer solchen oder ähnlich hasserfüllten Aussage, mit welcher du oder dein Umfeld direkt oder indirekt konfrontiert wurde. Ob nun im Fernsehen oder auf deinen sozialen Medien, solche Texte findest du leider noch überall. Solche Texte, die nur darauf abzielen, eine oder mehrere Personen mit einer „nicht normalen“ Sexualpräferenz zu diskriminieren.

Die Frage, die sich mir und hoffentlich uns allen stellt, befasst sich mit dem großen Warum: Warum gibt es heute in unserer achso aufgeklärten Gesellschaft und gerade in unserer Generation noch Menschen, welche sich immer noch an im Mittelalter aktuelle Vorstellungen und Rollenbilder klammern? Und hierbei ist es absolut irrelevant, ob sich diese auf die Sexualität oder auf andere „Problemzonen“ in unserer Gesellschaft beziehen. weiterlesen

Es wird Zeit für eine Schulleiterin

Die Stelle des Schulleiters bzw. der Schulleiterin wird im nächsten Jahr vakant und dementsprechend befindet sich das StG im Augenblick auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten oder einer geeigneten Kandidatin für diesen verantwortungsvollen Posten. Es ist unbestreitbar, dass ein Schulleiter oder eine Schulleiterin bestimmte unverzichtbare Qualitäten mitbringen muss; zum Beispiel Führungsstärke, Empathie und Gerechtigkeit. Und nicht weniger als das wünschen wir alle uns auch sicherlich für den- oder diejenige, der oder die im nächsten Jahr das Amt des Schulleiters bzw. der Schulleiterin des StG antreten soll. weiterlesen

Wie können wir am StG Müll sparen?

Im Jahr 2016 haben wir Deutschen im Schnitt 626 kg Müll pro Kopf produziert. Das ist so viel, wie eine ausgewachsene Milchkuh wiegt! Das ist nicht gut für unsere Umwelt. Plastikmüll gelangt ins Meer und wird von dessen Bewohnern gefressen. Im Jahr 2050 wird es nach Schätzungen mehr Plastik als Fisch in unseren Weltmeeren geben. Das muss verhindert werden. Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen. Doch wie genau können wir in der Schule Müll sparen? Hier sind ein paar Tipps.

Ein Tipp ist, dass jeder von uns sein Essen in einer wiederverwendbaren Dose mitnimmt und wir unsere eigene wiederverwendbare Flasche mitbringen, die am Wasserspender in der Pausenhalle aufgefüllt werden kann. Das ist nicht kompliziert und hat langfristig gesehen einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt. weiterlesen

Ist das noch Schülervertretung oder schon Revolution?

Ein Gespenst geht um an deutschen Schulen – das Gespenst der Schülervertretung. Alle Mächte der Schulleitung haben sich zu einer Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet. Wo ist die SV, die nicht von ihrer Schulleitung als zu fordernd und wirklichkeitsfremd verschrien worden wär?

Vielleicht würde so heute das Manifest der Schülervertretungen beginnen. Nicht, dass die Ideen der Schülervertretungen in eine so destruktive Politik umschlagen könnten wie es die Ideen von Marx und Engels, die sie 1848 in dieser Form veröffentlichten, taten, jedoch wäre zumindest eine ähnliche öffentliche Wahrnehmung wünschenswert. weiterlesen

Die dunkle Seite des Reformationstags – Kommentar

Seit 2018 ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag in Schleswig-Holstein und einigen anderen norddeutschen Bundesländern. Dabei steht vor allem der Reformator höchst selbst, Martin Luther, im Zentrum der Feierlichkeiten. Doch auch abseits des 31. Oktobers wird Luther als Kämpfer gegen den Ablasshandel und Übersetzer der Bibel gefeiert. Kaum berichtet wird hingegen über seine Forderung, Synagogen niederzubrennen oder über seine 1543 veröffentlichte Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“. Wer sich weitergehend über den Reformator informiert, dem wird schnell klar: Martin Luther war ein Antijudaist, wenn nicht sogar ein Antisemit, und ihn allein auf seine Errungenschaften gegenüber der römisch-katholischen Kirche zu reduzieren, ist gefährlich. weiterlesen

Sexismus geht uns alle etwas an! – Kommentar

Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Egal ob am Arbeitsplatz, im Sportverein, unter Freunden oder Bekannten, in der Familie oder eben in der Schule. Sexismus kann sowohl Männern als auch Frauen widerfahren, auch wenn öfter Frauen als Männer betroffen sind. Sexismus meint also eine bewusste oder unbewusste Diskriminierung von Individuen oder Kollektiven basierend auf dem Geschlecht.

In welchen Formen tritt Sexismus auf?

Sexismus auf eine bestimmte Anzahl auftretender Formen zu reduzieren, ist unmöglich. Von struktureller Benachteiligung über alltägliche Diskriminierungen bis hin zu der Ansicht, dass die Privilegien eines bestimmten Geschlechts und damit ein System der Ungleichheit aufrecht erhalten werden sollte, ist alles als Sexismus zu klassifizieren. Auch, wenn insbesondere hinsichtlich struktureller Benachteiligung in den vergangenen Jahrzehnten ein großer gesellschaftlicher Wandel stattgefunden hat, sodass wir beispielweise momentan eine Bundeskanzlerin haben und Väter immer öfter Elternzeit nehmen, müssen sich insbesondere Frauen immer noch alltäglichen Sexismus gefallen lassen. Wenn also eine Frau weniger anerkannt und respektiert wird als ein Mann in gleicher Position, wenn man wie selbstverständlich davon ausgeht, dass eine Führungsposition ein Mann einnimmt und wenn Frauen bei offiziellen Gesprächen immer wieder unterbrochen werden, kein Blickkontakt zu ihnen aufgenommen wird und sie generell übergangen werden, dann sind das Beispiele für Alltagssexismus, mit denen ich ebenfalls Erfahrungen machen musste. weiterlesen

Ach, du bist auch Schülersprecher? – Kommentar

Ich muss zugeben, der Titel ist provokant gewählt. Leider drückt er trotz dessen das Gefühl aus, das mir seit Beginn meiner Amtszeit als Schülersprecherin fortwährend vermittelt wurde. Im Folgenden möchte ich deshalb auf die Erfahrungen eingehen, die ich als Frau in einer Führungsrolle gemacht habe. Dabei werde ich explizit bestimmte Situationen als Beispiel anführen. Auch, wenn dies angreifend wirken kann, möchte ich damit keine Einzelpersonen, sondern eher gesellschaftliche Tendenzen kritisieren. weiterlesen