Die dunkle Seite des Reformationstags – Kommentar

Seit 2018 ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag in Schleswig-Holstein und einigen anderen norddeutschen Bundesländern. Dabei steht vor allem der Reformator höchst selbst, Martin Luther, im Zentrum der Feierlichkeiten. Doch auch abseits des 31. Oktobers wird Luther als Kämpfer gegen den Ablasshandel und Übersetzer der Bibel gefeiert. Kaum berichtet wird hingegen über seine Forderung, Synagogen niederzubrennen oder über seine 1543 veröffentlichte Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“. Wer sich weitergehend über den Reformator informiert, dem wird schnell klar: Martin Luther war ein Antijudaist, wenn nicht sogar ein Antisemit, und ihn allein auf seine Errungenschaften gegenüber der römisch-katholischen Kirche zu reduzieren, ist gefährlich. weiterlesen

Sexismus geht uns alle etwas an! – Kommentar

Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Egal ob am Arbeitsplatz, im Sportverein, unter Freunden oder Bekannten, in der Familie oder eben in der Schule. Sexismus kann sowohl Männern als auch Frauen widerfahren, auch wenn öfter Frauen als Männer betroffen sind. Sexismus meint also eine bewusste oder unbewusste Diskriminierung von Individuen oder Kollektiven basierend auf dem Geschlecht.

In welchen Formen tritt Sexismus auf?

Sexismus auf eine bestimmte Anzahl auftretender Formen zu reduzieren, ist unmöglich. Von struktureller Benachteiligung über alltägliche Diskriminierungen bis hin zu der Ansicht, dass die Privilegien eines bestimmten Geschlechts und damit ein System der Ungleichheit aufrecht erhalten werden sollte, ist alles als Sexismus zu klassifizieren. Auch, wenn insbesondere hinsichtlich struktureller Benachteiligung in den vergangenen Jahrzehnten ein großer gesellschaftlicher Wandel stattgefunden hat, sodass wir beispielweise momentan eine Bundeskanzlerin haben und Väter immer öfter Elternzeit nehmen, müssen sich insbesondere Frauen immer noch alltäglichen Sexismus gefallen lassen. Wenn also eine Frau weniger anerkannt und respektiert wird als ein Mann in gleicher Position, wenn man wie selbstverständlich davon ausgeht, dass eine Führungsposition ein Mann einnimmt und wenn Frauen bei offiziellen Gesprächen immer wieder unterbrochen werden, kein Blickkontakt zu ihnen aufgenommen wird und sie generell übergangen werden, dann sind das Beispiele für Alltagssexismus, mit denen ich ebenfalls Erfahrungen machen musste. weiterlesen

Ach, du bist auch Schülersprecher? – Kommentar

Ich muss zugeben, der Titel ist provokant gewählt. Leider drückt er trotz dessen das Gefühl aus, das mir seit Beginn meiner Amtszeit als Schülersprecherin fortwährend vermittelt wurde. Im Folgenden möchte ich deshalb auf die Erfahrungen eingehen, die ich als Frau in einer Führungsrolle gemacht habe. Dabei werde ich explizit bestimmte Situationen als Beispiel anführen. Auch, wenn dies angreifend wirken kann, möchte ich damit keine Einzelpersonen, sondern eher gesellschaftliche Tendenzen kritisieren. weiterlesen

Schützt Tiere und Umwelt

Hi, ich bin ein Mensch, der Tiere liebt, es gibt aber auch Menschen, die das nicht tun. Es gibt meiner Meinung nach zwei Arten von Menschen:

  1. die, die immer die Mülltonne verfehlen und so die Umwelt verschmutzen und
  2. die Menschen, die nicht die Mülltonne verfehlen und so die Umwelt schützen.

Bitte nehmt das hier ernst und trefft die Mülltonne am besten immer. Es ist nämlich so: Immer mehr Schildkröten, Fische usw. sterben, weil wir Menschen die Umwelt verschmutzen. 😭😥😪😢

Jeder kann einen Teil dazu beitragen, dass Tiere und Umwelt geschützt werden. weiterlesen

Das Ende des Wasserkochers in der Cafeteria

Für mich gab es den Wasserkocher schon immer. Ich bin mittlerweile in der Q1 und der Wasserkocher stand schon in der Cafeteria, da war ich gerade einmal in der fünften Klasse. Für mich klang es immer logisch, dass den Schüler*innen in der Cafeteria auch die Möglichkeit geboten wird, Wasser zu erhitzen. Dies wurde vor allem für das Erwärmen von sogenannten „5-Minuten-Terrinen“ genutzt, was den Schüler*innen die Möglichkeit gab, sehr günstig ein warmes Mittagessen ihrer Wahl einzunehmen. Dass solche Fertigprodukte dabei natürlich nicht gesund sind, das dürfte jedem bewusst sein, der sich mit seiner Ernährung auseinandersetzt. Nun hat die OGS bekanntgegeben, dass der Wasserkocher den Schüler*innen in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehe, da das Erwärmen von „5-Minuten-Terrinen“ nicht länger mit ihrer Vorstellung von gesundem Essen vereinbar sei. Ich sage: Nehmt den Schülern bitte nicht ihre Selbstständigkeit. weiterlesen

Wir brauchen keine CO2-Steuer! – Warum wir den Klimawandel falsch angehen

Seit dem Entstehen der Fridays for Future Bewegung ist es selbst in konservativen Kreisen Konsens, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden müssen. Auch wenn Fridays vor Future an sich durchaus kontrovers ist und sich über deren Legimitation streiten lässt, ist es trotz dessen nicht von der Hand zu weisen, dass die Bewegung in den vergangenen Monaten großen Einfluss auf die Politik sowie auch das allgemeine Bewusstsein für das Thema Umwelt- und Klimaschutz genommen hat. Im Zuge dessen wurden sowohl von Fridays for Future selbst als auch von diversen Politikern Forderungen nach einer sogenannten CO2-Steuer laut. Gemeint ist hiermit die Besteuerung aller Treibhausgasemissionen. So fordert Fridays for Future selbst in Berufung auf das UBA 180 Euro pro Tonne CO2. Ein genauer Gesetzesentwurf liegt derzeit noch nicht vor, es ist jedoch davon auszugehen, dass von dieser Steuer sowohl Industrie und Wirtschaft als auch Privatpersonen betroffen wären. Besonders letzteren Aspekt empfinde ich persönlich als höchst fragwürdig und um jeden Preis zu vermeiden. weiterlesen

Flughäfen haben ein großes Problem: DAS ESSEN – ein Kommentar

Ich möchte dir nur mal kurz sagen: Ich war sehr wütend, als ich dies schrieb. Vielleicht ist es dir egal oder du findest es blöd, aber dies ist ein Kommentar, kein Fakt. Ich will nur jemand zum Sprechen haben – in diesem Fall, jemand, der dies liest. Danke.

Schon mein ganzes Leben hasse ich Flughäfen und ihr System. Erst neulich habe ich gehört, dass der Hunger gestiegen ist und immer mehr Menschen verhungern. Das ist sehr traurig. Aber als ich gehört habe, was Flughäfen machen, war ich sehr, sehr enttäuscht. weiterlesen

Gleiche Rechte für alle = gleiche Ansprache von allen?

Im Themenkomplex „Zusammenhang von Sprache, Denken und Wirklichkeit“ stand in allen Deutsch-Kursen in Q1 in diesem Halbjahr unter anderem auch das Thema gendergerechte Sprache auf dem Programm. Die unterrichtenden Lehrkräfte Frau Doerfel, Frau M. Schmidt und Frau Herbst waren erstaunt, welche Einstellung Schüler und auch Schülerinnen zu diesem Thema vertraten.

Das Thema Gleichberechtigung sei zum Glück längst abgeschlossen, auf jeden Fall hier in Deutschland, so hätten Frauen gleiche Rechte wie Männer und die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern funktioniere wunderbar. Ungleiche Löhne bei gleicher Qualifikation beispielsweise konnten die SchülerInnen sich nur schwer vorstellen. weiterlesen

WhatsApp, Facebook &Co

Wir (Yonna, Carlotta & Lara) haben am 25.06. in der Segeberger Innenstadt acht verschiedene Leute nach ihrer Meinung zum Thema „Soziale Netzwerke“ gefragt. Im Großen und Ganzen haben wir das Gefühl, dass mittlerweile fast jeder WhatsApp benutzt, sowohl einige unserer Lehrer als auch fremde Passanten zwischen 22 und Anfang 60. Durchschnittlich bekommen Soziale Netzwerke eine Bewertung von 6,25 Punkten, wobei eine Maximalpunktzahl von 10 Punkten möglich war.
Zum Thema „Soziale Netzwerke – ein großes Thema für Jugendlche!“ spalten sich die Meinungen. Die jüngeren Leute finden WhatsApp und Co wichtig als Kommunikationsmittel unter Freunden, jedoch kann es auch sehr gefährlich werden. Ein etwas älterer Mann findet es sehr schade , dass wir oft nicht miteinander reden, sondern nur noch auf unser Handy schauen…
Alle Passanten und Lehrer, die ein Kind (jugendlich oder erwachsen) haben, erlauben ihren Kinder auch die Nutzung von Sozialen Netzwerken. Der Großteil wurde noch nicht nach Persönlichem (wie der Adresse) gefragt. Der Hauptgrund der Nutzung aller Befragten ist der Kontakt mit Freunden. weiterlesen

Aufrechte Demokrat*innen müssen „Fridays for Future“ akzeptieren – Ein Kommentar

Fridays for Future Demonstration

Das Thema „Fridays for Future“ ist ein viel diskutiertes Thema. Ob in der Politik oder aber auch in dieser Schülerzeitung. Da gibt es die einen, die fordern, dass Schüler*innen in jedem Fall freitags zur Schule sollten – zu denen auch unsere Schülersprecherin gehört – und zum anderen noch diejenigen, die freitags am liebsten schülerfreie Klassenräume sehen würden. Ich würde mich irgendwo dazwischen einordnen. Solange sich die Fehlzeiten nicht häufen und die schulischen Leistungen nicht darunter leiden, muss es Schüler*innen erlaubt sein, für politischen Aktivismus dem Schulunterricht fernzubleiben. Und genauso lange haben die Lehrkräfte, haben die Schulen, haben Politiker*innen, hat der Staat das Fehlen der Schüler*innen zu erdulden, um nicht unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu gefährden. weiterlesen