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Die 16-Jährige Deborah lebt mit der Diagnose „Schizophrenie“ auf der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie in den 50er Jahren.

Das Nichtanerkennen der Schattenseiten der Krankheit führt sie in eine düstere Welt aus Albträumen.

Jedoch hat Debbie zunächst keinen Grund den Kampf gegen diese andere Welt zu wagen.

„Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen“ ist ein Roman, den die Autorin Joanne Greenberg unter dem Pseudonym „Hannah Green“ geschrieben hat. „I never promised you a rose garden“ ist 1964 in Amerika erschienen. Der Roman weist starke autobiographische Züge auf. Joanne Greenberg wurde 1932 in New York geboren und war im Alter von 16 Jahren selber für vier Jahre in der privaten, psychiatrischen Klinik Chestnut Lodge wegen Schizophrenie in Behandlung. Der Roman liefert einen tiefen Einblick in den medizinischen und gesellschaftlichen Umgang mit psychischen Erkrankungen im Amerika der 1960er-Jahre aus der Perspektive einer Patientin. Joanne Greenberg ist seit 65 Jahren mit einem Psychotherapeuten verheiratet und Mutter von zwei Söhnen.

Ich gebe dem Roman 5 Sterne, da er auf sehr anschauliche und bewegende Weise von dem Leben mit Schizophrenie berichtet. Alleine durch das Lesen von Debbies Geschichte fühlte ich mich zeitweise ohnmächtig und ausgeliefert. Zu lesen, welche Behandlungsmethoden damals angewandt wurden, war erschütternd, da die medizinische Hilflosigkeit der Krankheit gegenüber zu enormen Risiken und Nebenwirkungen für die PatientInnen führte. Mich hat berührt, dass Joanne Greenberg für Deborah eine Ärztin nach dem Vorbild ihrer eigenen Ärztin, Frieda Fromm-Reichmann, geschaffen hat. Diese gilt noch heute als eine Pionierin der analytischen Psychotherapie von Psychosen und trug mit ihren Behandlungsmethoden zum Großteil zu Joanne Greenbergs Entlassung aus der Klinik bei.

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