Mythen der Sumerer


Wer sind die Sumerer?

Als Sumerer bezeichnet man das Volk, welches etwa 3000 v. Chr. in Sumer lebte. Das Gebiet Sumer erstreckte sich ungefähr auf dem des heutigen Iraks. Deren Ursprung ist bisher leider unbekannt, jedoch vermuten viele Forscher, dass sie eine lokal ansässige Kultur (= ständig an einem Wohnsitz lebend) waren.

Sie betrieben hochentwickelte Landwirtschaft auf künstlich bewässerten Feldern und Viehzucht, welche eine wichtige materielle Grundlage für die ersten bekannten Städte bildeten. Die 200 Jahre vor den Hieroglyphen der Ägypter entwickelte Keilschrift, mit der sie Schulden aufzählten, Land vermaßen oder Wassergräben berechneten, ist die älteste Schrift der Menschheit und wurde im Laufe der Zeit von vielen anderen Völkern übernommen und weiterentwickelt. Auch die Hochkultur, die bereits frühe Formen der Mathematik, Astronomie und Literatur fanden in Sumer ihren Ursprung.

Die sumerische Religion galt vielen angrenzenen Gebieten als Vorbild. Sie verehrten neben Haupt- und Urgöttern auch jeweils ihre Stadtgötter, die miteinander konkurrierten und in ihrer Hegemonie (= Überlegenheit eines Staates, Institution etc.) einander ablösten. Die Sumerer erzählten und überbrachten die vielen Geschichten über die Götter, mit denen sie wohl versuchten, ihre Lebensgewohnheiten zu erklären und zu legitimieren. Das Volk glaubte an ihre Mythen und brachte den Göttern Opfergaben und bat sie z.B. in Ritualen um Wasser. Sie meißelten diese Mythen in Steintafeln, aus denen man heute die Geschichten in Bruchstücken entziffern konnte.

Die Mythen:

Wie ist alles entstanden? Es gab mehrere Mythen rund um die Schöpfung. Eine davon erzählt über eine heilige, kosmische Hochzeit, die zwischen Himmel und Erde stattgefunden haben soll, wodurch dann die Erde fruchtbar wurde.

An anderer Stelle steht, dass die Göttin Nammu Himmel und Erde geboren hat.

Ein weiterer Mythos beschreibt, wie die Menschen aus einem Erdloch heraus wuchsen, welches der Göttervater Enlil nach der vermutlichen Trennung von Himmel und Erde mit einer Hacke erschaffen hatte.

Wie wurde der Mensch erschaffen? Auch das Motiv der Erschaffung des Menschen erscheint bereits zu sumerischer Zeit. Nach einer Vision klagten die Götter darüber, dass sie niemanden hatten, der für sie arbeitete und sie mit Nahrung versorgte. Daraufhin erschuf Enki zusammen mit der Muttergöttin Ninchursag den Menschen aus Schlamm, Lehm und göttlichem Blut. Die Menschen vermehrten sich sehr schnell und der von ihnen erzeugte Lärm störte den obersten Gott Enlil, so dass er beschloss, die Zahl der Menschen durch Seuchen, Dürre und Hungersnöte zu verringern. Enki jedoch beschützte seine Geschöpfe durch klugen Rat. Später versuchte Enlil die Menschen erneut durch eine Sintflut zu vernichten, ein weiteres Mal kam Enki zu Hilfe, wodurch es ihm gelang, das Menschengeschlecht zu retten. Um die Vermehrung zu verlangsamen, verkürzte er ihre Lebenszeit und brachte Kindersterblichkeit und Unfruchtbarkeit.

Wie stellten sie sich die Erde vor? Die Erde und der Kosmos war nach Vorstellung der Sumerer eine in der Mitte geteilte Hohlkugel. Der obere Teil der Kugel bildete den Himmel und die untere die Unterwelt. Zwischen diesen zwei Halbkugeln war ein Gebirge mit dem Salzwasserozean Namens Tiamat, in welchem sich wiederum die Erde, als eine Art Insel, befand. Unter der Erde lag ein weiterer Ozean Namens Aspu, der allerdings aus Süßwasser bestand. Im Zentrum dieser Insel, also der Erde, lag Sumer und alle anderen Länder drumherum. Bezeichnet wird dies als das Altorientalische Weltbild.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sumerer -http://www.darwin-jahr.de -https://www.youtube.com/watch?v=a5zewPNS5u8 -https://www.wissen.de/bildwb/mythen-des-alten-mesopotamien-goetter-und-heldenepen

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