Fuck the Hipsters- Gentrifizierung

Wir als stetig liberaler werdende Gesellschaft haben es uns über Jahre hinweg angeeignet, zu versuchen, einander moralisch überlegen zu sein: Während vor 40 Jahren ein Porsche als Status-Symbol gesehen wurde, werden heutzutage in der Konsumisten-Welt andere Dinge als erstrebenswert gesehen; Tesla nimmt die Stelle des Verbrenners ein, und in Plastik verpacktes Essen wurde durch in Ikea-Gläsern aufbewahrten, unverpackten Snacks ersetzt. Die These, dass wir dies nicht nur wegen der Umwelt tun, sondern auch, um uns selbst zu beweisen, wie modern und progressiv wir sind, mag gewagt sein, doch sie wird durch ein welt-weites Phänomen gestutzt: Gentrification, Baby! weiterlesen

“Dahmer“ ruiniert eine Generation von Jugendlichen – Die Hitserie und ihre fragwürdigen Fans

Es ist ein Fakt, dass die Industrie rund um Mörder und ihre Geschichten im Laufe der letzten Jahre geboomt ist. Sei es durch Podcasts oder Dokumentation vom Streaming-Anbietern, die oft auch gerne ins cineastische Fiktive abdriften, das wohl prominenteste Beispiel sei hier die im September diesen Jahres veröffentlichte Serie “Dahmer- Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer“, die weltweit durch ihre sehr grafische Darstellung der Morde des Serienkillers für Furore sorgte. Menschen lieben Gewalt und es ist ein lukratives Geschäft, ihre morbide Faszination als Geschäftsmodell auszunutzen – oft ohne die Einwilligung der Angehörigen der Opfer. weiterlesen

Gerard Way – Der Retter der Verfluchten und der Gebrochenen

Gerard “The savior of the broken, the beaten and the damned“ Way ist höchstwahrscheinlich eine der interessantesten Figuren der modernen Popkultur, sei es durch seine Musik oder durch seine Comics. Er ist eine Ikone der modernen Punk-Musik, und seine Geschichte ist mindestens genauso interessant wie die seiner Band. Alles startete mit einer Vision..

Gerard Way wurde in den späten Siebzigern in Belleville, New Jersey als Sohn italienisch-stämmiger Eltern geboren. Er wuchs in Summit, New Jersey, auf, eine Kleinstadt, die neben Meryl Streep und Ritalin ebenfalls viel Kriminalität hervorbrachte. Way erinnerte sich im Jahr 2008 für das Rollling Stone Magazine an einen besonders prägenden Vorfall: Im Alter von 15 Jahren wurde er mit einer .357 Magnum bedroht: weiterlesen

Bands Vol.1: Blur

Die 1988 gegründete Brit/Indie-Pop Band Blur gilt als einer der wichtigsten Vertreter ihres Genres. Mit ihren stetig experimentellen und intelligenten Songtexten haben sie sich viele Freunde und auch Feinde gemacht, beispielsweise die Gallagher-Brüder von Oasis, mit denen sie durch die 90er hinweg das ‚,Battle of the bands“ führten: Die Gewinner auf internationaler Ebene waren definitiv Oasis, doch von Anfang an:

Steckbrief:
Mitglieder: Damon Albarn (Vocals und Keyboard)
Graham Coxon (Gittarre)
Steven (Alex) James (Bass)
Dave Rowntree (Schlagzeug)

Gründungsjahr/e: 1988, 2008
Trennung: 2003 – nachdem Coxon und Albarn jeweils eigenen Projekten nachgingen (Gorillaz..)

Ich persönlich zähle Blur zu einer meiner liebsten Bands aller Zeiten: mit den schnellen Riffen Coxons und der kratzig-kräftigen Stimme Albarns geben sie eine moderne Version der McCartney-Lennon Duos ab und waren sich nie zu schade, neue Musikrichtungen auszuprobieren: in Song 2 beispielsweise den Grunge und in To the end die seichten Klänge der 60er Jahre (mit einem phantastischen Musikvideo, was mir immer wieder Gänsehaut gibt).
Hierzulande ist die Band außer für Song 2 für nichts so richtig bekannt, doch sicher ist es Damon Albarn, der der erfolgreichsten Virtual Band aller Zeiten (Stand 2020) eine Stimme verleiht und Co-produziert: Gorillaz!
Über Gorillaz wird es sicher auch einen Artikel geben, denn sie sind mindestens so gut wie Blur, und Jamie Hewletts Artstyle hat sich schon nach Tank-Girl (eine Comicserie aus den 90ern) als außergewöhnlich erwiesen.
Blur veröffentlichte 7 Alben über die Jahre hinweg: Leisure, Parklife, Modern Life is Rubbish, The great Escape, Blur (self-titled), 13, Think Tank, und vor 6 Jahren nach einem Comeback: The Magic Whip



Mit ihrer Musik zusammen entwickelten sich auch die Bandmitglieder, doch wegen Spannungen trennten sie sich im Jahr 2003, nach dem Release von Think Tank: Es war einfach nicht mehr dasselbe ohne Graham Coxon.
Graham Coxon war immer schon eher der ruhigere Part der Band, im Gegensatz zu seinem Instrument: Er hatte in der Zeit 1999 mit einer Alkoholabhängigkeit zu kämpfen, worauf der Song „Coffee and TV“ auch abspielt (trotz der melancholischen Lyrics; absolute Empfehlung!) weshalb er kurze Zeit später austrat, bis 2008, zum Comeback der Band. Er hat heute eine erfolgreiche Solo-Karriere, und hat beispielsweise die Netflix- Shows „I am not okay with this“ und „The end of the f*cking World“ mit produziert: Beides sehr gute Serien, wieder eine Empfehlung (:

Abschließend lässt sich sagen: Es gibt wenige Bands, die immer ihren Standard behalten haben, und Blur gehört dazu: 10/10 Punkten
weiterlesen