Zum Gespräch bitte: Herr Köhler

Schülerzeitung: Welche Fächer unterrichten Sie?

Herr Köhler: Ich unterrichte Bio, Chemie und den WPU Kurs Meereskunde.

Wie alt sind Sie?

Nun, seit kurzem steht eine 4 vorne.

Wissen Sie Ihren IQ, wenn ja, wie hoch ist er?

Ja, weiß ich und ich bin zufrieden.

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Lehrer geworden wären?

Da gäbe es zwei Möglichkeiten. Entweder hätte ich trotzdem Biologie studiert, wäre aber Naturforscher geworden und würde nun durch die Natur streifen. Vielleicht hätte ich auch Musik studiert und wäre Orchestermusiker geworden.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Ich wollte Orchestermusiker werden. Ich habe mit der Trompete angefangen und nach und nach kamen weitere Instrumente dazu. Mittlerweile spiele ich Trompete, Gitarre, ab und zu Bass und Klavier.

Hatten Sie einen Kindheitshelden?

Es gab diverse Musiker und ein paar, die Menschen, die ich für manche Eigenschaften bewunderte. Aber einen richtigen Kindheitshelden hatte ich nicht.

Was haben Sie vor Ihrer Karriere als Lehrer gemacht?

Ich war Biotechnologe, also habe untersucht, wie man die Natur effizient wirtschaftlich nutzen kann.

Und was möchten Sie danach machen?

Viel reisen, aber immer lieber dahin, wo es kalt ist und nicht wo es zu warm ist.

Warum sind Sie Lehrer geworden?

Ich habe schon in der Schulzeit gemerkt, dass ich gerne anderen Leuten etwas beibringe.

Was für Hobbys und Interessen haben Sie?

Wie erwähnt Musik, Wassersport, zum Beispiel Rudern und Segeln, und ich lese sehr viel. Meine Lieblingsautoren sind unter anderem Brecht und Hesse.

Wie erhalten Sie Respekt von ihren Schüler*innen?

Ich denke, es ist wichtig, glaubwürdig rüber zukommen, da die Schüler*innen sonst merken, dass man sich verstellt.

Haben Sie eine Lieblingsklasse?

Das ist stark von der Tagesform abhängig.

Haben Sie einen Lieblingskollegen?

Nein, aber ich finde, dass wir generell ein tolles Kollegium haben.

Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Ich mochte schon immer gerne Chemie.

Und was Ihr Hassfach?

Ich fand Geschichte damals sehr unnötig, das ist mittlerweile anders, da ich besonders die neuere deutsche Geschichte sehr interessant finde. Allerdings finde ich die Antike tatsächlich noch immer ziemlich langweilig.

Was für ein Motto muss für Sie bei einer Mottowoche dabei sein und gäbe es ein Motto, bei welchem Sie selber mitmachen würden?

Ich fand die Outfits des gestrigen Mottos (Reich und schön, Anm. d. Red.) sehr schön, würde allerdings einen anderen Namen wählen. Allerdings fand ich das Motto “Bad Taste” sehr überflüssig. In meiner Schulzeit hätte ich wahrscheinlich mit meinen damals langen Haaren als Hippie teilgenommen.

Sie hatten tatsächlich mal lange Haare?

Ja.

Apropos früher, waren Sie eher ein ruhiger oder ein aktiver Student?

Sagen wir mal, ich habe meine Studentenzeit sehr genossen, mit allem, was dazu gehört.

Gehörten dazu auch Drogen?

Für mich gehört Alkohol auch zu den Drogen, aber ansonsten Nein. Dafür habe ich zu oft gesehen, wie Menschen daran gescheitert sind. Allerdings bin ich ein Kaffee-Junkie.

Dann sind Sie eher Kaffee-, als Teetrinker?

Das ist bei mir ganz klar. Unter der Woche Kaffee und am Wochenende nur Tee (Earl Grey). Das sind wahrscheinlich die ostfriesischen Wurzeln.

Rauchen Sie?

Ich gewöhne es mir gerade ab. Für mich ist eigentlich jede Abhängigkeit eine Schwäche.

Sind Sie Single?

Nein, ich bin in einer Beziehung.

Was ist die witzigste Schülerantwort, die Sie je gehört haben?

„Das haben wir nie gemacht.“ Die häufigste Antwort, die ein Lehrer hört.

Gehen Sie dieses Jahr zum Derby?

Nein, ich denke, da werden „Feindschaften“ zwischen dem STG und der DMS geschürt, die es eigentlich gar nicht gibt. Generell fällt mir keine Sportart ein, die ich langweiliger finde als Fußball. Ich mag lieber Wassersportarten oder Handball.

Wenn Sie noch einmal Lehramt studieren würden, würden Sie andere Fächer wählen?

Heute würde ich Mathe und Chemie studieren.

Kein Bio?

Ich denke, man sollte Hobbys und den Job trennen, da das einem im Zweifelsfall das Hobby ruinieren kann. Das ist auch der Grund, weshalb ich auch kein Musik studiert habe.

Es gibt Gerüchte, dass Sie eigentlich Millionär sind und nur aus Spaß unterrichten, was sagen Sie dazu?

Unfug. Aber selbst wenn ich Millionär wäre, würde ich weiter unterrichten.

Das Interview führten Josefine Plumhoff und Peter Letsch. Wir danken Herrn Köhler für seine Bereitschaft daran teilzunehmen.

Das Deckblatt stammt von Pixabay.

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