Eine Videospiel-Rezension – RimWorld

RimWorld ist ein von Ludeon Studios um Tynan Sylvester entwickeltes Computerspiel für die Plattformen Linux, Windows und MacOS. Das Spiel verbindet Elemente der Aufbaustrategie mit einer Managementsimulation in einer sehr spannenden 2D-Sci-Fi-Umgebung. Es wurde erstmals am 16. Juli 2016 als Early Access auf der Spieleplattform Steam veröffentlicht.

Vor dem Spiel

Zuerst wählt der Spieler zwischen vier Szenarien, welche unterschiedliche Risiken haben und das Spiel damit herausfordernder machen. Der Erzähler mit einer eigenen KI, dessen Schwierigkeitsgrad sich auch verändern kann, kann die Geschichte des Spielers noch mehr positiv oder auch negativ verändern.

Szenariowahl vor dem Spielbeginn

Nachdem das geschieht, landet der Spieler im Jahre 5500 auf einem Planeten, welcher am Rand eines fernen Systems (deshalb auch der Name RimWorld) liegt.

Im Spiel

Der Anfang ist selten leicht, wegen der eher unübersichtlichen Menüs. Deswegen sollte man sich ein bisschen Zeit nehmen, um sie kennen zu lernen. Man hat auch eine begrenzte Anzahl von Ressourcen, welche man mit Sorgfalt benutzen sollte, um einen guten Lebensstandard zu gewährleisten.

Aber nicht nur Gebäude brauchen Rohstoffe, auch die Kolonisten, die der Spieler steuert, brauchen genügend Lebensmittel. Man muss mit den Lebensmitteln sorgfältig umgehen, da man erst sehr spät im Spielverlauf erste Ernten von den Feldern bekommt. Zum Glück gibt es wandernde Händler, bei welchen man Essen, Rohstoffe zum Bauen und andere Gegenstände kaufen kann.

Wenn man all dies meistert, kann einer perfekten Spielsitzung nichts im Wege stehen… oder?

Gefahren

Leider nicht, denn der erwähnte Erzähler sendet öfters, abhängig vom Schwierigkeitsgrad, welchen man auch während des Spiels ändern kann, Meteoriten, Tornados oder Kolonisten von feindlichen Kolonien, die deine Kolonie zerstören und somit das Spiel frühzeitig beenden können. Deshalb sollte man auch seine Kolonie verteidigen.

Tornado während eines Angriffs

Aber auch die Kolonisten bergen Probleme, denn nicht alle Kolonisten können alle Arbeiten rund um die Kolonie tun, und müssen ihren Fähigkeiten gerecht zugeteilt werden. Diese Funktion kann in manchen Fällen Probleme verursachen, da es vielleicht alle Kolonisten Gebäude bauen können, aber keiner zum Beispiel angebaute Nahrung ernten oder Essen kochen kann. Dies ist auch von Eigenschaften und Vorgeschichten abhängig. Als Beispiel kann ein Adliger im sozialen Bereich sehr gut agieren, dafür in körperlicher Arbeit an seine Grenzen stoßen.

Da diese Kolonisten Menschen simulieren sollen, können sie sich auch verletzten, was sich bei einem mangelndem Doktor negativ auswirken kann, zum Beispiel mit dem Tod. Wenn man aber einen guten Doktor hat, ist es nicht immer der Fall, dass man passende Medizin hat. Man kann sich von einer Infektion bis zu einem fehlenden Körperteil verletzten, wobei beim letzten Punkt Prothesen benötigt werden.

Diplomatie

Eine weitere große Funktion ist auch der Eingang einer Beziehung mit anderen Stämmen auf dem Planeten, welche vital zum Überleben sind. Diese kann man mit dem im Spiel zu findenden Kommunikations-Terminal verwalten. Von Beziehungen gibt es gibt vier Status: neutral, freundlich, alliiert und feindlich. Bei dem Status freundlich und alliiert können oft Gäste von anderen Stämmen kommen, welche man rekrutieren und somit die Kolonie wachsen lassen kann, was aber die Beziehung mit der entsprechenden Kolonie verschlechtert. Bei neutral gibt es selten die eben erwähnten wandernden Händler. Aber bei feindlich können, wie vorher erwähnt, Angriffe oder Überfälle passieren. Somit bleibt das Spiel auch auf der leichten Schwierigkeitstufe noch spannend.

Überfall von einem ehemaligen alliiertem Stamm

Das Ende

All das oben Beschriebene läuft auf nur eines hinaus: Und zwar von dem Planeten fliehen. Dies wird durch ein Raumschiff ermöglicht, welches man durch fremde Hilfe findet oder sogar selbst bauen kann. Wenn man alles richtig gemacht hat, kann man innerhalb von 15 Spieltagen starten, wobei in dieser Zeit der Schiffscomputer hohe, erkennbare Strahlungswellen abgibt und Gegner anlockt. Deshalb wäre es angebracht, Verteidigungen aufzubauen, um nicht in letzter Sekunde zu sterben.

Fazit

Ich bin nicht der einzige, der das Spiel sehr gut findet. RimWorld erreichte auf metacritic.com eine Bewertung von 86. Ich würde es jedem empfehlen, der ein Spiel spielen will, in dem er sich immer selbst übertreffen kann und solche Spiele mag. Meine Lieblingsfunktion ist der intelligente Erzähler, dessen Schwierigkeitsgrad veränderbar ist. Seit dem letzten Update wurde das Spiel offiziell als Version 1.0 veröffentlicht und somit aus Steams „Early Access“-Programm entfernt. Leider gibt es noch hier und da ein paar Fehler, welche noch behoben werden müssen. Auch trotz der nicht gegebenen Altersbeschränkung empfehle ich das Spiel erst ab 12 Jahren. Den Preis von 29,99€ finde ich angemessen.

Dieser Artikel entstand während der Projektwoche 2019 unter dem Projekt: „ONLINE-Schülerzeitung des STG“. Für mehr Information zum Projekt wenden sie sich an Frau Szukay, Frau Wecker oder Frau M. Schmidt

Quelle der Informationen: store.steampowered.com, wikipedia.org,

Quelle der Bilder: store.steampowered.com , In-Game (wurden in verschiedenen Speicherständen aufgenommen), pixabay.com

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