‚CREEPS‘ – eine Kritik zum Stück von Lutz Hübner

Geschrieben von Lennart Jacobsen, 8a

Große Verwirrung unter den Teilnehmerinnen des Casting zur Sendung ‚Creeps‘. Dann beginnen sie ‚Drei Chinesen mit dem Kontrabass‘ zu singen. Das war das für viele wohl unerwartete Ende des Theaterstücks ‚Creeps‘, welches am 24.09.2019 im Theaterstudio der Jugendakademie in Bad Segeberg aufgeführt wurde.
Uraufgeführt wurde das Stück im Jahr 2000 und es kritisiert seitdem die Jugend bzw. die Gesellschaft in ihrem medialen Handeln. Der Autor Lutz Hübner, geboren am 16.01.1964, arbeitet sowohl selbst als Schauspieler als auch als Regisseur und schrieb mittlerweile mehr als 20 Theaterstücke, darunter auch das oben erwähnte. Die Szenerie beginnt mit drei Mädchen, die verschiedener nicht sein könnten. Ausgerechnet aus diesen dreien soll nun eine ausgewählt werden, die später einmal die Trendfashionmusikshow ‚Creeps‘ moderieren soll. Dass das gar nicht der Fall ist, und die zum Teil unschönen Probeaufnahmen von den Verantwortlichen der Sendung lediglich für einen Trailer der Show missbraucht werden, erfährt man am Ende des Stücks.

Trotz des relativ ernsten Themas gab es einige Stellen, an denen gelacht wurde, und so konnte man neben dem Stück eine angenehme Atmosphäre genießen. Der Sinn des Stückes wurde einem gut klar und lässt einen nachdenklich werden. Das Kostüm und das Bühnenbild waren einfach, weshalb die schauspielerische Leistung noch einmal in den Vordergrund gerückt wurde. Die Darstellenden hatten eine angebrachte Sprechgeschwindigkeit, beherrschten Mimik und Gestik und man so nahm man ihnen die Rollen ab, insbesondere da sie alle grundverschiedene Charaktere spielten. Dementsprechend reagierte auch das Publikum: Es wurde oft auch mitten im Stück geklatscht. Die Musik wurde passend zum Casting eingebaut, ebenso die Lichteffekte.

Obwohl das Stück fast 20 Jahre alt ist, ist das Thema sehr aktuell. Falls die Gesellschaft in dieser Hinsicht nicht reagiert, wird es auch noch lange aktuell bleiben.

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