Vierte Buchrezension

In jeder Dunkelheit brennt ein Licht.

Man muss es nur finden.

Leni liebt ihr Leben, bis sich etwas in ihr verändert, das sie nicht erklären kann.

Die unüberwindbare Angst, die Leere und die Traurigkeit entreißen ihr das Lachen, das alle an ihr liebten.

Was braucht sie, um dieses Lachen wiederzuerlangen?

Und wie antwortet sie auf all die Fragen aus ihrem Umfeld, wenn sie die Antworten selbst am allerwenigsten weiß?

Im Herbst ihres letzten Schuljahres beginnt Leni sich krank zu fühlen, obwohl sie weder Fieber noch Halsschmerzen hat. Dafür schläft sie schlecht, verliert sich immer häufiger in Gedankenstrudeln, die ihr auch die letzte Kraft zu nehmen drohen, und hat Angst, weil sie sich selbst nicht mehr versteht. Als Leni die Diagnose bekommt, steht plötzlich so viel mehr als nur ihr Abitur auf dem Spiel…

Für die Autorin, die unter dem Pseudonym Ava Reed schreibt, ist dieses Buch ihr persönlichstes, da sie fast zwei Jahre vor ihrem Abitur in einer ähnlichen Lebenssituation war wie Leni aus „Alles.nichts.UND GANZ VIEL DAZWISCHEN“. Ava Reed hat auf Lehramt studiert, nachdem sie gelernt hatte, mit ihren Ängsten zu leben, allerdings hat sie dann zwischen 2012 und 2014 ihre größte Leidenschaft, die Bücher, zu ihrem Beruf gemacht. Die Bloggerin und Schriftstellerin lebt in Friedberg (Hessen).

Ich gebe dem Roman 5 Sterne, weil er auf zwei verschiedenen Ebenen interessant und berührend ist. So habe ich einmal viel über Angststörungen und Depressionen gelernt, aber da die Geschichte aus Lenis Sicht und in ihren eigenen Worten erzählt wird, ist andererseits auch eine gewisse emotionale Nähe zwischen ihr und mir entstanden, weshalb ich nun meine zu erahnen, wie es sich anfühlen kann, ein Leben mit Depressionen zu führen. Mir hat außerdem gefallen, dass Ava Reed allen Lesern Mut macht, sich professionelle Hilfe zu holen, da man sich weder für seine Ängste schämen noch sie als unbedeutend abtun sollte.

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