Sharon und Leo sind seit knapp 3 Monaten unsere neuen Schülersprecher. Sie lösen in der Rolle Nina und Lina ab. In dieser Zeit haben sie bereits das Derby organisiert, und geholfen, Herrn Herbers gebürtig in den Ruhestand zu begleiten. In diesem Interview erzählen sie, wie sie überhaupt dazu kamen, sich als Schulsprecher zu bewerben, was ihre Aufgaben sind und von ihre zukünftigen Pläne für unsere Schule

StG-SZ: Ihr seid vor eurem Amtsantritt bereits in der SV gewesen. Wie seid ihr aber dazu gekommen, euch noch weiter engagieren zu wollen?

Leo: Ich bin darauf gekommen, weil ich gerne Verantwortung übernehme und die Initiative ergreifen möchte, um Dinge zu verändern. Nebenbei bin ich auch politisch aktiv, auf Kommunalebene im Jugendbeirat Bad Segeberg, jedoch nicht für eine bestimmte Partei.

Sharon: Also, ähnlich wie bei Leo. Ich habe letztes Jahr in der SV bemerkt, dass Dinge auch richtig bewegt werden können durch uns Schülersprecher. Den Trinkwasserautomaten haben wir nur durch die Schülervertretung, das Derby, und ich denke, das sind auch Sachen, die den Schülern Spaß machen und wovon sie profitieren. Außerdem repräsentieren wir das STG auch auf Kreisebene, was ebenfalls Spaß macht.

StG-SZ: In den letzten Jahren gab es oft Beschwerden über die Schülersprecher, dass sie zu wenig für die Schüler tun und ihre Versprechungen nicht einhaltbar sind. Welche Dinge würdet ihr in dem Sinne anders machen?

Sharon: Also ich finde, es ist immer relativ schwer erstmal auf solche Probleme oder
Beschwerden zu reagieren, oder wirklich etwas anders zu machen. Der Süßigkeitenautomat, der zum Beispiel versprochen wurde, war durch die Stadt nicht realisierbar, aber stand
schon in den Startlöchern, von den Schülersprecherinnen Lina und Nina aus. Eigentlich wäre schon alles ready gewesen.
Manchmal kann man nicht anders, oder besser agieren als Schülersprecherin und
Schülersprecher. Demnach würden Leo und ich, wie wir es auch versucht haben in unserer Rede mitzugeben, zum Beispiel einfach nur sagen, dass wir Idee haben, dass wir uns darum bemühen und dass wir aber keine Versprechungen machen – jedoch 120% geben und alle versuchen, unsere Ideen zu verwirklichen.

Leo: Was wir nennen, das sind ja auch keine Versprechen, sondern sind erstmal
grundsätzlich Vorhaben und Ideen, die wir haben. Und das Problem ist halt nun mal
bei manchen Ideen, welche für sehr viel Veränderungen sorgen würden,
dass diese Ideen halt ganz viele Distanzen durchlaufen müssen und man da
auch keinen Einfluss darauf hat. Wir werden mit unseren Ideen aber versuchen alles auszureizen was geht.

StG-SZ: Was denkt ihr, sollte die Schule ändern oder was denkt ihr, könnte geändert werden (im Bezug auf Projekte und Co.)

Sharon: Also auf jeden Fall sollte das Zugehörigkeitsgefühl zur Schule gestärkt
werden, auch intern in den Jahrgängen. Das liegt uns sehr am Herzen, da bei verschiedenen Umfragen von Schools that care herauskam, dass sich viele einfach nicht zugehörig fühlen zum STG, was halt echt schade ist, obwohl wir zum Beispiel Projekte wie das Derby haben. Trotzdem fühlen sich manche von der Schule ausgeschlossen und unwohl. Das wollen wir auf jeden Fall gerne ändern und sind auch stark dafür, dass sich die Leute in ihren Jahrgängen besser kennenlernen, auch gerade für diese Zeit, wo die Kurse entstehen, wo man mit den anderen Leuten aus dem Jahrgang zum Beispiel verschiedene Unterrichtsfächer hat. Man sollte ja auch wissen, wer neben einem sitzt.
Das wollen wir auf jeden Fall stärken – dass sich die Schüler wohler fühlen.

StG-SZ: Denkt ihr, dass diese diese Nichtzugehörigkeit vielleicht auch durch interne Konflikte entstehen könnten, durch Sachen wie Mobbing oder Ausgeschlossenheit im Klassenverband?

Leo: Auf jeden Fall. Also, es entstehen immer Gruppierungen und deswegen separiert man sich öfters von den anderen, die für einem fremd sind. Und dabei spielen ja auch Selbstwert und Fremdbild eine große Rolle und dem wollen wir versuchen, mehr entgegenzuwirken, indem wir sowohl Jahrgangsinterne, als auch stufeninterne Events planen.

Sharon: Genau. Aber ich finde auch, man sollte diese ganzen verschiedenen Leute, mit den verschiedenen Gruppierungen
einfach mal zusammenwürfeln, damit die eine Chance kriegen, mit den anderen zu interagieren. Solche Möglichkeiten sind nicht mehr geboten. Und, natürlich bleibt man dann lieber an seinem Komfortzone mit seinen Freunden, die man kennt und die anderen bleiben dann eher in Distanz voneinander. Deswegen sind die anderen vielleicht in deren Augen einfach die “Komischen“. Aber, es gibt nicht viele Chancen, irgendwie mit denen zu in Kontakt zu treten und die kennenzulernen. Diese Möglichkeiten wollen wir auch zum Beispiel gerne schaffen.

Leo: Und spätestens in der Oberstufe ist es ja auch so, wie Sharon schon angeschnitten hat, dass sich halt die Kurse vermischen und da muss man wirklich auch mit den anderen zurechtkommen, muss sich anfreunden, netzwerken und so weiter. Damit dieser Start vielleicht nicht so schwer fällt, wollen wir halt schon im Voraus dafür sorgen, dass man schon klassenübergreifend Freunde hat.

StG-SZ: Was ist eure Planung bezüglich Events, die nicht nur stufenübergreifend sind, sondern allgemein für unsere Schule? Was denkt ihr, ist das Meinungsbild und was von den Wünschen könntet ihr
realisieren?

Sharon: Also, zumal in der SV haben wir jetzt starken Zuwachs bekommen, aus vielen verschiedenen Stufen, was uns sehr freut, weil wir so auch ein Meinungsbild von jüngeren Schülerinnen und Schülern haben, was sehr nützlich ist. Wir sind ja eine Schülervertretung, es bringt nichts, wenn wir nur Q1 und Q2 sind.
Also Appell: Tretet der SV bei!
Auch die Ideen der Jüngeren zu hören, zum Beispiel so ein Schulball, ist sehr interessant und gibt guten Input. Für uns war das immer so eine Idee, jedoch nicht für die Jüngeren, eher für die Oberstufe oder Mittelstufe. Es kam uns für die Jüngeren nicht so attraktiv vor. Doch, viele aus der SV, aus der Neunten,
aus der Achten, aus der 10, meinten “wir haben da Bock drauf.
Wir haben noch mal rumgefragt und wirklich die totale Mehrheit war dafür.
Dementsprechend wollen wir uns gerne dafür einsetzen, dass so ein Schulball auch realisiert werden könnte. Wir haben jetzt die Idee gehabt, von 8ten
Stufe bis zur 10ten einen zu veranstalten, da vor allem die Stufe in Umfragen daran interessiert waren. Da ich dieses Alter irgendwie als Problembereich einstufe, gerade was Konflikte
angeht und Sonstiges, könnte man das vielleicht ein bisschen mindern.

Leo: Also vor allen Dingen haben die Umfragen von Schools That Care gesagt, dass generell dieses Alter zwischen der 8. Und der 10 Klasse sowieso schwierig ist, aber bei uns an der Schule im Durchschnitt auch relativ weit unten steht, also bei uns ist es wirklich extrem. Das war scheinbar vor allem bei der 9. Klasse so. Aber es geht allgemein um die Mittelstufe, das ist ja auch das Alter, wo man mitten in der Pubertät ist. Deswegen ist es dort halt umso wichtiger, dass man agiert und wirklich auch Sachen anbietet, was die Schüler auch sehr gut finden und supporten. Und deswegen setzen wir, durch beispielsweise so einen Schulball, an.

Sharon: Ja, und da haben wir auch schon nach Helfern gefragt. Da wären auch sehr viele bereit, zu helfen. Natürlich hängt das dann auch davon ab, wie viele vielleicht noch dazu kämen und davon würde auch abhängen, ob das wirklich realisierbar wäre oder nicht. Deswegen wäre es gut, wenn immer mehr der SV beitreten könnten, weil, viele sich über uns beschweren, sagen das ist eure Sache. Ihr als Schülersprecher habt doch die Pflicht das zu verwirklichen, aber viele verstehen nicht, dass nicht nur wir die Träger dieser Verantwortung, sind, sondern das viele andere, vor allem aus der SV da mitspielen, und wir haben vielleicht diese repräsentative Rolle, aber um das wirklich umsetzen zu können brauchen wir wirklich viele Helfer. Aber, so ein Ball zum Beispiel, das können wir uns gut vorstellen, wir peilen, glaube ich, Winter 2024 aktuell an. Jetzt ist das Erste, den ersten Prototyp irgendwie realisierbar zu machen. Wir gucken, ob das dann was wird, aber wir möchten einfach dass das Verhältnisse unter den Jahrgängen bei uns besser werden.

Leo: Zumal das Problem war ja auch, dass die Mittelstufe extrem unterrepräsentiert war. Also sie ja gar nicht vorhanden in der SV und jetzt haben wir auf einen Schlag allein aus der Mittelstufe, 10 plus gemacht. Wir haben jetzt sehr viele neue Mitglieder bekommen. Da handelt es sich aber, sollte man ergänzen, hauptsächlich um Mädchen, also ist das nicht unbedingt so ausgewogen. Aber, es ist schon mal ein Anfang.

StG-SZ: Könnt ihr uns in 5 Punkten beschreiben, wie man unseren Schulzusammenhalt stärken sollte?

Leo: Events.

Sharon: Schülervertretung

Leo: Ehrgeiz

Sharon: Bereitschaft

Leo: Schulstolz

(Anm. des Autors: Bezüglich des Derbys 2024 [Motto: Die Dallmänner haben gedoped- Zitat unbekannt], haben sich unsere Schülersprecher*innen ebenfalls geäußert):

Wir gratulieren der DMS zum Derbysieg 2024! Nach unserer langen Siegesreihe kam es leider zur diesjährigen Niederlage, aber seid euch sicher dass wir 2025 mit einem Comeback wieder am Start sind. Hochmut kommt vor dem Fall!

Auch wenn wir verloren haben, war es wieder ein unvergessliches Event! An dieser Stelle wollen wir uns auch bei allen Helfern und Mitwirkenden bedanken! Bis zum nächsten Jahr!

Von Antonia

Ich bin Antonia und Teil der Schülerzeitung. Professionelle Nervensäge. Hobbies sind folgende, jedoch nicht darauf begrenzt: Schreiben, Lesen, Soziales Engagement, Handarbeit, Einwohner von Gotham City vor den Bedrohungen des Riddlers schützen. ''Zeitung machen kann man nur in einem Kreis von Halbverrückten'' - Gerd Bucerius

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