Die App, die nichts gemacht hatte.

Ich glaube, ihr wisst alle, was eine App ist, oder? Wir, in dieser modernen Zeit, benutzen sie nämlich alle. Falls du trotzdem nicht weißt, was eine App ist, und das nicht erraten hast: Apps sind die Programme auf deinem Handy bzw. Tablet. Wenn du auf deinem Startbildschirm bist, siehst du höchstwahrscheinlich Quadrate oder Kreise, die deine Apps darstellen sollten. Jetzt aber genug zur Erklärung, denn ich erzähle euch gleich von einer ganz besonderen App.

Normalerweise, egal ob im Appstore, von Google Play oder einfach aus dem Internet: Alle Apps machen etwas Bestimmtes. Manche Apps sind Suchmaschinen, andere Spielapps, andere Rechner usw. Jedoch gab es einmal eine App, die nicht nach den „Regeln“ spielte, und so fing das alles an…

Es war einmal das Jahr 2008. Applestore öffnete gerade, aber es dauerte nicht einmal einen Monat, bis jemand sich dort hinein schlich. Der deutsche Softwarehersteller und Entwickler Armin Heinrich brachte „I am rich“ heraus, was auf Deutsch übersetzt „Ich bin reich“ bedeutete. Als die App am 5. August 2008 erschien, in der Kategorie Lifestyle, wobei sie nur 0.1 Megabyte groß war, wurde sie beschrieben als eine, die Kunst ohne versteckte Funktionen sei.

Fragst du dich jetzt: Warum würde das einer herunterladen? Das würde doch keine machen. Kunst ohne Funktion? Aber das ist falsch.

Wenn du dann noch bedenkst: Die App kostete nämlich 999.99 Dollar… Nein, der erste April ist schon vorbei, du hast mich richtig verstanden. Und bevor du gleich ausflippst, kannst du auch weiterlesen. Für diese Geldmenge würde ein Benutzer nichts mehr als einen Bildschirm mit einem roten, leuchtenden Edelstein und einem Zeichen darin, das, wenn du auf dieses drücktest, anzeigte: „I am rich I deserv it I am good, healthy & sucessful“. Und ja, das „deserv“ wurde falsch geschrieben. Dies war also eine 1000 Dollar App mit einem Rechtschreibfehler…

Wir wissen schon, dass die App am 5. August erschienen ist, aber sie wurde vom Appstore gleich am nächsten Tag entfernt. In der Zeitung New York Times, sagte Heinrich, er wüsste nicht, warum die App entfernt worden war und dass er sich nicht erinnern konnte, dass diese App gegen irgendeine Regel verstößt. Da sagte Schreiber Zachary Chrockett, dass die App wirklich gegen keine einzige Regel verstoßen hatte und dass die Mitarbeiter sie wahrscheinlich wegen der fehlenden Funktion oder objektive Inhalte heraus genommen hätten.

In dieser kurzen Zeit wurde die App von insgesamt acht Leuten gekauft, sechs mal von Leuten aus den USA und zwei aus Europa. Heinrich verdiente dabei 5600$, wobei Apple 2400$ verdiente. Zwei Leute wollten komplett das Geld zurück, und viele waren entspannt, dass sie es auch kriegten. Heinrich erzählte der Los Angeles Times, dass er E-Mails bekommen hätte und dass viele ihn sagten, dass sie die App mochten. Nachdem dies alles passiert war, wurde letztendlich die App weggeworfen und dies war es… Nein, nicht wirklich!

Im nächsten Jahr kam eine ähnliche App von Heinrich raus, die „I am rich LI“ hieß und 9.99 Dollar kostete. Das Überraschende war jedoch, dass sie auch ein paar Funktionen hatte, also einen Rechner und ein Hilfesystem. Und ja, der Rechtschreibfehler wurde behoben, sodass es statt „deserv“ nun „deserve“ hieß. Die App ist noch heute zum Download verfügbar, obwohl es jetzt viele Kopierer gibt… ja… Und wenn sie noch nicht vom Store gelöscht ist, dann ist sie noch heute da. Das Ende.

Dieser Text war nur ein bisschen umgeformt zu meinen Worten und ins Deutsche übersetzt (von mir). Das eigentliche, englische Video kannst du unter diesem Link finden, Danke fürs Lesen!

Bild von Pixabay.

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