#wirbleibenzuhause: Eine Buchrezension

Früher war ich eine Million Sachen. Jetzt

bin ich nur noch eines:

Das verbrannte Mädchen

Nach einem furchtbaren Feuer hat die 16-Jährige Ava so viel verloren, dass sie lange nicht weiß, wie es weitergehen soll, ohne ihre Eltern, ihr Zuhause und ihre beste Freundin.

Doch nicht nur die hat sie verloren, auch sich selbst muss sie erst wiederfinden.

Stück für Stück gelingt ihr dies, aber wie lange ist sie bereit zu kämpfen und lohnt sich dieser Kampf überhaupt?

Die Autorin Erin Stewart hat mit „SIEH MICH AN“, im Original erschienen im Jahr 2019 unter dem Titel „SCARS LIKE WINGS“, einen Debütroman geschaffen, der in seiner Wahrhaftigkeit berührt. Stewart wuchs in den Wäldern von Virginia auf und fing früh an, Geschichten zu schreiben, die immer einen wahren Hintergrund haben. Selbst beschreibt sie sich als „neurotische Extrovertierte“ und überlebte bereits ein plötzliches Herzversagen. Mittlerweile lebt Erin Stewart mit ihrem Mann und drei Kindern nahe den Rocky Mountains.

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen, weil ich auch Wochen nach dem Lesen noch berührt bin von Avas Mut und Schmerz. Durch die Ich-Perspektive können die überwältigenden Gefühle der Protagonistin mitgefühlt werden und ich musste beim Lesen lachen und weinen.

Hinterlassen hat „SIEH MICH AN“ bei mir auch ein höheres Empathievermögen, denn dieses Buch verdeutlicht den medizinischen Leidensweg, den Brandopfer durchlaufen müssen, und es wirft die Fragen auf, wie viel trägt mein Äußeres zu meinem Inneren bei? Wie viel ist mein ICH von meinem Äußeren abhängig?

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