Die verborgene Seele – letzter Teil

Die verborgene Seele – letzter Teil

Irgendetwas weckte mich. Meine Augen versuchten sich aus der Dunkelheit zu lösen, dann öffneten sie sich. Das letzte, an was ich mich erinnern konnte, war, dass unser Haus ganz dunkel wurde und plötzlich alles verschwamm. Ich lag flach auf dem Boden und rappelte mich auf. „Wo bin ich?“, fragte ich mich. Immer noch zitternd stehend schaute ich nach vorne. Vor mir stand ein Haus, das mir irgendwie bekannt vorkam. Da wusste ich, wessen Haus es war. Das war unser Haus. Doch irgendwie sah es anders aus. Es war nicht alt und grau, sondern frisch gestrichen und mit Blumen an den Fenstern geschmückt. weiterlesen

Die verborgene Seele – Teil 3

Die verborgene Seele – Teil 3

Ich dachte, ich hätte es mir nur eingebildet. Da fiel mir ein, was Annabell gesagt hatte: “Ich habe mich irgendwie beobachtet gefühlt und plötzlich stand eine Gestalt vor meinem Bett.“ Ich schaute mir die Gestalt genau an und dachte nach.

Als die mysteriöse Gestalt in Annabells  Zimmer war, war die Gestalt auf  dem Bild verschwunden. Doch jetzt, nachdem der Brief zerfallen war, tauchte sie wieder auf.

Konnte das Zufall sein? Das musste Annabell sich unbedingt ansehen. weiterlesen

Die verborgene Seele – Teil 2

Die verborgene Seele-Teil 2

veröffentlicht von Jessica Urbschat

Mein Körper bebte vor Aufregung und gleichzeitiger Angst. Ich war wie hypnotisiert. Erst die Rufe meiner Schwester und meiner Mutter hatten mich wieder in die Gegenwart zurückgebracht. „Fin, was ist los? Was machst du da oben?“,,Ich komme gleich!“,antwortete ich. Dann fasste ich wieder Mut und nahm mit zitternden Fingern den Brief in meine Hand.

Noch  nie hatte ich einen Brief mit einem richtigen Siegel gesehen. Es fühlte sich komisch an, das Siegel zu berühren. Es war eine Mischung aus Aufregung und gleichzeitiger Angst. Ich nahm all meinen  Mut zusammen und brach das Siegel auf. Danach versuchte ich, den Brief zu öffnen, doch es gelang mir nicht. Ich versuchte mit Gewalt ihn aufzureißen, doch der Brief leistete Widerstand. Selbst mit einer Schere konnte der Brief nicht beschädigt werden. Nachdenklich ging ich die Treppe hinunter. Kurz nachdem ich mein Zimmer verlassen hatte, hörte ich plötzlich eine gespenstische Stimme sagen:                                                                                                
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Die verborgene Seele – Teil 1

veröffentlicht von Jessica Urbschat

Vorwort: Dies ist der erste Teil der Geschichte „Die verborgene Seele“. Sie ist der Gewinner des Schreibwettbewerbs aus dem Schuljahr 16/17 und wurde von Selina und Antonia (damals 5. Klasse) geschrieben. Der 2. Teil wird am nächsten Montag kommen usw.

Es begann im November letzten Jahres. Es war ein verregneter, kalter Novembertag. Meine Eltern, meine kleine Schwester Annabell und ich zogen an diesem Tag in ein altes und seit Jahren nicht bewohntes Haus. In dem Haus befanden sich noch einige Möbel und auch interessante  Gegenstände. Diese Sachen gehörten einer alten Frau, die dort gelebt hatte. Man sagte, dass diese Frau eine Hexe gewesen sein solle und ihre Seele noch heute in unserem Haus herumwandele. Aber wir glaubten nicht daran und ließen uns nicht davon abhalten, in das Haus einzuziehen. Das Erste, was mir in meinem Zimmer auffiel, war ein selbst gemaltes Bild, auf dem unser Haus und unser Schuppen von früher zu sehen waren. Auf dem Bild war auch eine seltsame Gestalt, die man nicht richtig erkennen konnte. weiterlesen

Die Zukunft ist viel schöner als geplant – Work and Travel oder auch Travel and Work

Der folgende Text ist in der ersten Ausgabe der Schülerzeitung des STG im April 2014 erschienen.

Abiklausuren, mündliche Prüfungen, Abistreich, Entlassungsfeier, Abiball – und dann? Dann war auf einmal alles vorbei – und alles fängt an.

Jeder von uns wurde im Laufe des letzten Schuljahres bestimmt an die Hundertmal gefragt, was wir „denn jetzt werden wollten“, nach der Schule vorhätten, wie unsere Zukunftspläne aussähen. Einige konnten sofort selbstsicher antworten, nach dem Abi endlich mit dem Studium für den seit Kindergartenzeit angestrebten Traumberuf zu beginnen, einige hatten bereits einen Ausbildungs-platz, einige blieben bis zum Schluss ohne Plan, aber für fast die Hälfte von uns stand fest, mindestens ein Jahr lang ein Leben fern von festgelegten Lerninhalten mit unserem ganz eigenen Sinn ausprobieren zu wollen. Die Gründe dafür waren und sind so verschieden wie unsere Träume; in meinem Fall entschied vor allem das Fernweh. weiterlesen

Der Kampf gegen Karnabon

Eine Geschichte von Ella, Lea und Darja aus der fünften Klasse.

Drei Abenteurer (Lilly, Lu und Louis) hatten sich entschieden, gegen den bösen Karnabon zu kämpfen und die Insel Mysantis zu retten. In einer Nacht strandeten sie auf der Insel und fanden eine Schatztruhe mit sechs Zaubermitteln, wo sie sich für eines entscheiden mussten. Sie entschieden sich für die Flöte, die wilde Lebewesen zähmen konnte.

Anschließend machten sie sich auf den Weg zur Menschensiedlung, um die Bewohner über Karnabon zu befragen. Als sie durchs Tor zum Dorf gingen, sahen sie Kinder, die nicht mehr richtig lachen konnten, aber dafür schöne Felder und Gärten. In der Mitte des Dorfes trafen sie auf eine alte Frau. Anders als die anderen Bewohner sprach sie mit einer rauen Stimme: „Liebe Besucher, ihr müsst doch hungrig sein? Wollt ihr was essen?“ „Ja, gerne, wir sind schon am Verhungern!“, sagte Louis. Sie gingen alle zusammen zum Haus der alten Frau, wo sie ihnen Hühnerfüße brachte. „Ihhh!“, schrie Lilly, als sie die Hühnerfüße sah. Schließlich probierten alle das Essen, und wie sie feststellten, schmeckte es gar nicht so schlecht. weiterlesen