Tiger, Löov un Mistkäver

Tiger, Lööv un Mistkäver

Se weren al lang gode Frünnen: en groten, starken Lööv, de mit sien vulle Mähn würklich as so ’n König utseeg, un en wunnerschönen Tiger, na den sik all de jungen Tiger-Deerns ümkeken. Keeneen wüss worüm, aver dor weer een vun de Mistkävers, de bi den Lööv anstellt weren, de pass dat nich mit de Fründschop vun de beiden. „Dat schickt sik nich“, mag he dacht hebben. Oder he weer sülven geern de beste Fründ vun een vun de beiden ween. Eenmal morgens kroop 1 he den Lööv in’t rechte Ohr. „Hest ’t al höört?“, flüster he em to, „De Tiger vertellt överall, dat he veel stärker is as du!“ De Lööv schüddel den Mistkäver ut sien Ohr un schimp: „Wat du woll weetst! Hool dien Klöter 2 un hau af!“ Aver he kunn doch nich recht vergeten, wat de Mistkäver seggt harr, un de ganze Dag weer em verdorven. Den annern Dag kroop de Mistkäver den Tiger in’t Ohr un suster 3 em to: „Weetst du, wat de Lööv överall vertellt? He snackt minnachtig 4 vun di un seggt, du smeerst di Pomaad in’t Fell, un överhaupt weer he hunnert mal schöner as du!“ „Du büst ja nich klook! – Wat du woll weetst!“, knurr de Tiger, schüddel de Mistkäver ut sien Ohr un schimp em noch „Ole Mistkäver!“ achterna. weiterlesen

Ümmer op de lütten!

Ümmer op de lütten!

Diese Geschichte kommt aus dem Heft des Plattdeutschen Vorlesewettbewerbs für die 3. und 4. Klasse. Es ist für den Anfang etwas kürzer, weil Plattdeutsch zu lesen schwerer ist, als es zu sprechen oder zu hören.

Dat ist keen Vergnögen, wenn een lütt is. Groot ween is veel beter. De Groten köönt doon un maken, wat se wüllt. Un de Lütten? Mööt pareren. Gemeen is dat! Stüttig 1 kommandeert un meckert de Groten rüm: Wasch di de Hannen! Kiek mal in’n Spegel, Struwwelpeter! Hest du keen Kamm? Sett di örnlich hen! Kippel nich mit den Stohl! Laat dien Quesen 2! Eten warrt, wat op den Disch kümmt! Snack nich mit vullen Mund! Smatz nich so! Eet dien Töller leddig, ans gifft dat keen Nadisch achterran! Jeden Dag desülvige Leier. Vun morgens bet avends … Knall nich so mit de Döör! Pass op den Weg op! Pedd nich in  Hunnenschiet! Kumm vun den Boom daal! Kannst di dat Gnick breken, wenn du daalfallst. Wo süht dien nie’e Büx blots ut! weiterlesen

Neue Geschichten gesucht!

Neue Geschichten gesucht!

Ihr schreibt auch gerne (Kurz-) Geschichten und wisst nicht, wohin damit?

Ihr wollt eure Geschichten anonym (oder auch nicht) an die Öffentlichkeit bringen?

Dann seid ihr hier richtig! Ihr könnt mir eure Geschichten an meine Lo-net Adresse schicken ( jes.urbschat@stg-se.sh.lo-net2.de) und ich werde dann entscheiden, ob ich sie veröffentlichen kann.

Wichtig ist, dass die (Kurz-)Geschichte möglichst ohne Rechtschreibfehler und Sinnfehler abgeschickt wird und einen guten Spannungsbogen und dergleichen hat. weiterlesen

Info

Info

Ich habe mir überlegt, dass ich ein paar Geschichten aus den Plattdeutschen Vorlesewettbewerben hier veröffentlichen könnte. Die Geschichten sind nicht lang

Der Plattdeutsche Vorlesewettbewerb findet alle zwei Jahre (dieses Jahr auch) statt. Alle, die daran teilnehmen möchten, bekommen ein Heft mit ein paar Plattdeutschen Geschichten ( im Jahr 15/16 waren es z. B. in der Altersklasse 3. und 4. Schuljahr zehn Geschichten). Es gibt mehrere Runden (Schulentscheid, Landschaftsentscheid, Regionalentscheid und zum Schluss der Landesentscheid), in denen jeweils nur der Gewinner/die Gewinnerin zum nächsten Entscheid kommt, der 2. Platz kommt nicht weiter, es sei denn, dass der 1. Platz leider absagen muss. In der 1. Runde darf sich der Leser/die Leserin noch selbst eine Geschichte aussuchen, in den weiteren Runden wird die Auswahl immer kleiner und die Geschichten werden zugeteilt. weiterlesen

Die Magie von Cancador

Habt ihr die Ferien genossen? Wenn nicht, dann habt ihr hier eine weitere Geschichte aus dem Schreibwettbewerb 17/18 von Rabea. Als sie uns ihre Geschichte eingereicht hat, war sie in der 9. Klasse und hat den 1. Platz der Mittelstufe damit erreicht. Schreibt doch mal in die Kommentare, wie ihr Rabeas Geschichte fandet. Aber jetzt gibt es eine Geschichte zu lesen:

Alles lag ruhig da, als wäre nie etwas geschehen. Die Soldaten waren gefallen, ihre Einzelteile lagen verteilt in dem großen Meer aus Blut. Und ich befand mich mittendrin. In meiner rechten Hand, ein silbernes Schwert, getränkt mit Blut. Überall war es, das Blut. An meinen Händen, meiner schneeweißen Uniform und sogar überall in meinem Gesicht verteilt. Doch ich konnte mich an nichts erinnern. An nichts, außer meinen Namen: Cassian Dubois. Ich wusste nicht, was vor zwei Wochen passierte, nicht einmal was vor zwei Minuten geschah. Mein Kopf war einfach leer und dies war das schlimmste, was ich mir vorstellen konnte. Ich atmete schwer aus und schaute mich nach anderen, Überlebenden, um. Doch da war keiner. Kein Einziger, der mir hätte erklären können, was hier los war. Als mich die Erkenntnis traf, wer für dieses Grauen verantwortlich war, entglitt meiner Hand die Klinge des Schwertes und eine unsichtbare Macht zwang mich in die Knie. Ich. Niemand anderes war sonst hier, in der Nähe. Das hier, die Verwüstung, das Grauen…der Tod. Das war ich. Mir wurde schlecht und ich ekelte mich vor mir selbst, auch wenn ich mich an gar nichts erinnern konnte. Die toten Soldaten, die ihre Familien nicht mehr ernähren konnten, die Kinder, die ohne Vater aufwachsen mussten und die Frauen, die um ihre verlorenen Männer weinen mussten. All das war meine Schuld und ich konnte es nicht rückgängig machen. Ich schrie meine Verzweiflung in die Welt hinaus und krümmte mich zusammen. „Waruummm?! Ich wollte das doch nicht, bitte!“ Der Schall meiner Schluchzer wurde von den hohen Felswänden zurückgeworfen und hallte noch lange nach. Hätte ich gewusst, wie ich die Zeit zurückdrehen könnte, ich würde es sofort machen. Ich wollte nicht für den Tod etlicher Menschen verantwortlich sein! „Ich kann dir helfen, wenn du willst…“, drang eine leise und hohe Stimme an mein Ohr. Reflexartig schnellte ich hoch und drehte mich in alle Richtungen. „Wer ist da?! Was willst du von mir?“ Die Stimme war nun deutlicher zu hören. „Ich bin niemand. Ich bin nur in deinem Kopf und ich kann dir helfen, deine Schuldgefühle loszuwerden…“ Dieses Angebot klang sehr verlockend, allerdings schien die Sache einen Haken zu haben… „Es ist mir egal, was du von mir verlangst, aber bitte, die Soldaten haben einen solch schrecklichen Tod nicht verdient! Gib ihnen eine zweite Chance!“ Mein Hals schmerzte bereits vom vielen schluchzen und schreien, doch dies war momentan meine geringste Sorge. „Hmm…du bist der Erste, der einen solch sonderbaren Wunsch hat. Aber da du dich so bereitwillig opferst, werde ich dir deinen Wunsch natürlich erfüllen.“ Ich verstand kein Wort von dem, was diese kindliche Stimme zuflüsterte, aber ich sorgte mich auch nicht darum. „Schließ deine Augen, dann ist es nicht ganz so schmerzhaft.“ Ich weiß nicht warum, aber irgendwie vertraute ich der Stimme und tat was sie mir sagte. Das nächste was ich sah, war gleißend helles Licht und ein Gefühl von Schwerelosigkeit, die ich mit offenen Armen empfing. weiterlesen

Inas Geheimnis – letzter Teil

Inas Geheimnis – letzter Teil

Als sie erkannten, dass ihr Anführer besiegt war, ergriffen die dunklen Naturgeister und ihre Verbündeten die Flucht.

Der Jubel meiner magischen Freunde war ohrenbetäubend. Nach kurzem Freudentaumel wurden die Verletzten versorgt und es wurde mit dem Aufräumen begonnen.

Nun kam der Moment des Abschieds.

Timnur, Mignir und alle anderen versammelten sich um mich.

Feierlich sagt Timnur: „Du hast dabei geholfen unsere Welt zu retten. Das werden wir dir nie vergessen. Aber bitte schwöre, dass du keinem etwas von uns und unserer Welt erzählst.“ weiterlesen

Inas Geheimnis – Teil 4

Wir brachen umgehend auf und flogen in rasantem Tempo in die Heimat der Naturgeister.

Schon von Weitem sahen wir, dass dort eine erbitterte Schlacht tobte.

„Diese Schweine!“, brüllte Timnur gegen den Lärm an. Wir glitten weiter durch die Luft und konnten langsam mehr erkennen: Pfeile schwirrten durch die Luft, Kampfmaschinen wurden in Position gebracht, Kugeln und Steine schossen umher, Leitern wurden vom Feind an die Mauern gestellt und von den Verteidigern wieder umgeworfen.

Timnur beschwor einen unsichtbaren Schild herauf, der uns vor Geschossen schützte. So landeten wir auf dem Hauptturm, umgeben von Bogenschützen. Wir sprangen von unserem geflügelten Reittier und eilten die Treppe hinab. Wir erreichten einen Raum, in dem einige Zwerge, Geister und ein Zentaur (so hießen die Pferde-Menschen-Wesen) sich gerade über eine Karte gebeugt unterhielten. weiterlesen

Inas Geheimnis – Kapitel 3

Mir fiel das gehetzte Treiben der Burgbewohner auf und ich fragte: „Was sagtet ihr eben? Es gibt einen Krieg?“

„Ja“, antwortete Timnur, „wir erwarten schon seit einiger Zeit einen Angriff von Mauron, dem Herrscher der dunklen Naturgeister. Heute wollen wir Spione aussenden, um herauszubekommen, was er plant. Du kannst mitkommen, wenn du willst.“

Ich war hin- und hergerissen zwischen dem Verlangen nach Hause zu kommen und dem Wunsch diese geheimnisvolle Welt zu erkunden. Als hätte er meine Gedanken gelesen, meinte der Naturgeist: „Wenn du zurückkehrst, wird in deiner Welt keine Zeit vergangen sein. Wir können auch die Zeit, die in unserer Welt vergeht vor euch Menschen verbergen.“ weiterlesen

Inas Geheimnis – Kapitel 2

Als ich wieder zu mir kam, merkte ich, dass ich in einem Bett lag. Ich lauschte und hörte Stimmen. „Wir können sie hier nicht gebrauchen, wenn es wirklich zum Kampf kommt“ , sagte eine sehr raue Männerstimme. „Ja, aber wenn sie wirklich von der anderen Seite des Portals kommt, müssen wir sie warnen, damit Sie es Ihresgleichen mitteilen kann“, kam es von einer zweiten männlichen, schön klingenden Stimme.

Ohne Vorwarnung ging die Tür auf und zwei Männer traten ein. Der eine sah aus, als hätte er einen großen Teil seines Lebens in Schlachten gekämpft: Er hatte ein vernarbtes Gesicht, trug das braune Haar sehr kurz und wirkte in seiner zerkratzten Rüstung muskulös und gleichzeitig gedrungen, denn er war kaum größer als ich, also etwa 1,30 Meter. weiterlesen

Inas Geheimnis – Kapitel 1

Diese Geschichte ist von Hannes, im Schuljahr 17/18 hat er mit dieser Geschichte beim Schreibwettbewerb den 1. Platz in der Unterstufe belegt.

Zack, zack, zack…so schnell ging es, als die Umzugshelfer die Kartons, Möbel und Taschen ausluden und schnell wieder verschwanden. Nun saßen wir hier, mitten in der Wildnis Nordschwedens, und unsere einzige Verbindung zur Zivilisation war ein alter, klappriger Jeep.

Der erste Tag hier ohne Fernseher, Computer und Handyempfang war grauenhaft. Wir hatten zwar, wie meine Eltern meinten, einen schönen Wald und einen großen See, aber das interessierte mich alles nicht. Noch nicht. weiterlesen